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Ausgabe nummer 25.3 Verdauungstrakt

Magendilatation und - volvulus

veröffentlicht 20/04/2021

Geschrieben von Emma Donnelly und Daniel Lewis

Auch verfügbar auf Français , Italiano , Español und English

Magendilatation und -volvulus (MDV-Syndrom) ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die eine sofortige Diagnose und eine unverzügliche Behandlung erfordert. Es werden zwar auch Fälle bei Katzen beschrieben, die Erkrankung kommt jedoch vorwiegend bei Hunden vor. 

Eine rechtslaterale abdominale Röntgenaufnahme bestätigt MDV. Der Pylorus ist die kleinere gasgefüllte Struktur (a), abgegrenzt gegen den Magenfundus durch ein Weichteilgewebeband (b). In diesem Fall trennt das Weichteilgewebeband die beiden gasgefüllten Strukturen nicht vollständig.

Kernaussagen

Magendilatation und –volvulus (MDV) ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Entscheidend für eine Reduzierung von Morbidität und Mortalität sind eine schnelle Diagnose und eine unverzügliche Behandlung.


Die Pathophysiologie der Magendilatation ist sehr komplex und noch nicht vollständig geklärt.


Die Dekompression des Magens ist von zentraler Bedeutung bei der Behandlung, entweder durch Legen einer Magensonde oder mittels perkutaner Trokarierung.


Der Serumlactatspiegel ist ein hilfreicher Parameter für die Kontrolle des Ansprechens auf die Behandlung und gilt als positiver Indikator für das Überleben, wenn er innerhalb der ersten zwölf Stunden nach Behandlungsbeginn um mehr als 50 % sinkt.


 

Einleitung

Magendilatation und -volvulus (MDV-Syndrom) ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die eine sofortige Diagnose und eine unverzügliche Behandlung erfordert. Es werden zwar auch Fälle bei Katzen beschrieben, die Erkrankung kommt jedoch vorwiegend bei Hunden vor. Es handelt sich um eine gasige Magenerweiterung, kombiniert mit einer Rotation des Magens um seine Längsachse. Historisch betrachtet gelten die Mortalitätsraten unter betroffenen Patienten als hoch und liegen verschiedenen Studien zufolge zwischen 15 und 68 % 1 2 3 4 5. Mit dem zunehmend besseren Verständnis dieser Erkrankung besteht allerdings die Hoffnung, dass die Morbiditäts- und Mortalitätsraten in Zukunft sinken werden.
 

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