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Veterinary Focus

Ausgabe nummer 25.3 Sonstiges Wissenschaft

Wundmanagement 1 – Notfallmanagement offener Frakturen

veröffentlicht 16/04/2021

Geschrieben von James Roush

Auch verfügbar auf Français , Italiano , Español , English und ภาษาไทย

Unter einer offenen Fraktur versteht man einen frakturierten Knochen, der infolge einer offenen Verletzung des den Knochen umgebenden Weichteilgewebes einer Kontamination aus der Umwelt ausgesetzt ist.

Postoperative mediolaterale und craniocaudale Röntgenaufnahmen einer offenen Radiusfraktur mit externem Fixateur. Externe Fixatoren sind ideal geeignet für die Stabilisierung offener Frakturen, da sie eine regelmäßige Versorgung offener Wunden zulassen und dabei gleichzeitig die Blutversorgung des Knochens erhalten und Weichteilgewebeverletzungen minimieren.

Kernaussagen

Jede Fraktur mit Hautwunde im selben Körpersegment sollte als eine offene Fraktur mit erhöhtem Risiko für eine spätere Infektion betrachtet werden.


Offene Frakturwunden sollten immer als Notfälle behandelt werden, während eine sofortige rigide Stabilisierung der eigentlichen Fraktur keine Notfallmaßnahme ist.


Bei jedem Patienten mit Trauma nach Verkehrsunfall sollten mindestens folgende diagnostische Maßnahmen durchgeführt werden, um potenzielle Co-Morbiditäten zu beurteilen: Röntgenaufnahmen von Thorax und Abdomen, großes Blutbild, Serumchemie, EKG, Pulsoximetrie und Blutdruckmessungen.


Während der Untersuchung und Stabilisierung des Patienten sollten die Wunden mit sterilen Wundauflagen abgedeckt sein, um sie vor Infektionen mit nosokomialen Erregern zu schützen. Breitspektrumantibiotika sollten so früh wie möglich verabreicht werden.


Externe Knochenfixatoren („Fixateur externe“) ermöglichen einen Zugang zu offenen Wunden bei ununterbrochener rigider Fixation und erhalten so die Blutversorgung des Knochens bei minimaler Weichteilgewebeverletzung.


 

Einleitung

Unter einer offenen Fraktur versteht man einen frakturierten Knochen, der infolge einer offenen Verletzung des den Knochen umgebenden Weichteilgewebes einer Kontamination aus der Umwelt ausgesetzt ist. Im weiteren Sinne sollte man also immer von einer offenen Fraktur ausgehen, wenn an einer Gliedmaße oder in einem Körpersegment mit einer Fraktur auch eine Hautwunde vorhanden ist, und zwar unabhängig davon, ob es Anzeichen dafür gibt, dass die Fraktur mit der Umwelt kommuniziert oder nicht. Einer Studie zufolge treten offene Frakturen bei 16,7 % aller traumatischen Frakturen bei Hunden und Katzen auf, wobei Verkehrsunfälle, ein jüngeres Alter, ein höheres Körpergewicht und Trümmerfrakturen Faktoren sind, die die Wahrscheinlichkeit einer offenen Fraktur erhöhen 1

 

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