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Ausgabe nummer 25.3 Sonstiges Wissenschaft

Thoraxtrauma

veröffentlicht 21/04/2021

Geschrieben von Manuel Jiménez Peláez und Lucía Vicens Zanoguera

Auch verfügbar auf Français , Italiano , Español und English

Patienten mit Thoraxtrauma werden in der Kleintierpraxis regelmäßig vorgestellt und sollten immer als Notfälle behandelt werden. Häufig sind diese Traumata Folgen eines Verkehrsunfalls (11-40 % aller Fälle), und in vielen Fällen weisen betroffene Patienten zusätzlich Frakturen auf (20-60 %).

Diese lateralen Röntgenaufnahmen zeigen eine Schrotkugel aus Blei im Myokard einer Katze.

Kernaussagen

Patienten mit Thoraxtrauma werden in der Kleintierpraxis regelmäßig vorgestellt und sollten immer als Notfälle behandelt werden.


Ein Pneumothorax muss bei jedem Patienten mit Thoraxtrauma in Betracht gezogen werden, bis dieser sicher ausgeschlossen werden kann.


Eine beidseitige Thorakozentese ist bei Patienten mit Pneumothorax sowohl diagnostisch als auch therapeutisch einsetzbar und muss stets vor der Anfertigung von Röntgenaufnahmen durchgeführt werden.


Hämothorax kommt bei Tieren selten vor, Thoraxtraumata können jedoch zu signifikanten Blutverlusten in die Pleurahöhle hinein führen.


In den meisten Fällen erfordert ein Hämothorax infolge eines geschlossenen Traumas keine chirurgischen Maßnahmen und kann konservativ behandelt werden.


Bissverletzungen im Thoraxbereich können sehr problematisch sein. Selbst ohne Hautperforation können einige Bisse massive innere Verletzungen hervorrufen. Eine chirurgische Exploration sämtlicher Bisswunden ist obligatorisch.


Hochgradige Schmerzen aufgrund von Rippenfrakturen und Schädigungen der Lunge tragen zu Hypoventilation bei. Ein gutes Schmerzmanagement ist bei diesen Patienten von entscheidender Bedeutung.


 

Einleitung

Patienten mit Thoraxtrauma werden in der Kleintierpraxis regelmäßig vorgestellt und sollten immer als Notfälle behandelt werden. Häufig sind diese Traumata Folgen eines Verkehrsunfalls (11-40 % aller Fälle) 1, und in vielen Fällen weisen betroffene Patienten zusätzlich Frakturen auf (20-60 %) 2 3. Neben Verkehrsunfällen und anderen stumpfen Traumata, wie z. B. Trittverletzungen, sind Bisse anderer Tiere sowie penetrierende Pfählungsverletzungen, Messerstiche und Schussverletzungen etc. die häufigsten Ursachen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme zeigen viele Patienten mit Thoraxtrauma unter Umständen jedoch keine Symptome und/oder sichtbare Verletzungen. Klinische Symptome können aber auch 24 bis 48 Stunden nach Eintritt des traumatischen Ereignisses auftreten und fortschreiten. 

 

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