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Ausgabe nummer 25.3 Sonstiges Wissenschaft

Wundmanagement – 2 Penetrierende Verletzungen bei Hunden

veröffentlicht 19/04/2021

Geschrieben von Bonnie Campbell

Auch verfügbar auf Français , Italiano , Español , English und ภาษาไทย

Penetrierende Verletzungen sind oft täuschend! Eine harmlos aussehende Hautpunktion kann verletztes tiefer liegendes Gewebe verbergen, das durch starke Krafteinwirkungen, Gefäßschäden und/oder eine Inokulation von Bakterien oder Fremdmaterial erheblich geschädigt ist.

Wundmanagement – Penetrierende Verletzungen bei Hunden

Kernaussagen

Wenn ein Hund mit einer Biss- oder Schussverletzung vorgestellt wird, handelt es sich oft um die Spitze des Eisberges: Eine geringgradige Oberflächenschädigung verbirgt nicht selten eine ausgedehnte Schädigung des tieferen Gewebes!


Die Endoskopie ermöglicht einen frühzeitigen Nachweis von Perforationen der Speiseröhre, noch bevor klinische Symptome auftreten.


Bei penetrierenden Verletzungen sollten eine Eröffnung, eine Exploration, ein Debridement und eine Lavage durchgeführt werden. Am besten werden penetrierende Verletzungen als offene Wunden behandelt. Ist ein Wundverschluss erforderlich, sollte eine Drainage gelegt werden.


Bei penetrierenden Verletzungen (oder entsprechendem Verdacht) des Abdomens oder bei signifikanten Quetschverletzungen des Abdomens ist eine explorative Laparotomie angezeigt.


Die Entfernung von Fremdkörpern erfolgt am besten auf chirurgischem Wege in einem geeigneten Operationsraum und am vollständig anästhesierten und chirurgisch vorbereiteten Patienten.


 

Einleitung

Penetrierende Verletzungen sind oft täuschend! Eine harmlos aussehende Hautpunktion kann verletztes tiefer liegendes Gewebe verbergen, das durch starke Krafteinwirkungen, Gefäßschäden und/oder eine Inokulation von Bakterien oder Fremdmaterial erheblich geschädigt ist. Auch bei zunächst stabil erscheinenden Patienten kann eine kontinuierliche Verschlechterung des Gewebezustands im weiteren Verlauf zu Nekrosen, Infektionen, Entzündungen, Sepsis und zum Tod führen. Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Management penetrierender Verletzungen ist, dass sich der behandelnde Tierarzt darüber im Klaren ist, dass geringgradige äußere Verletzungen hochgradige innere Gewebeschäden verdecken können.

 

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