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Ausgabe nummer 26.1 Sonstiges Wissenschaft

Anästhesie für den Kaiserschnitt bei der Hündin

veröffentlicht 16/03/2021

Geschrieben von Bonnie Hay Kraus

Auch verfügbar auf Français , Italiano , Español und English

Eines der Hauptziele des Kaiserschnitts (Sectio caesarea) ist die Minimierung fetaler Auswirkungen der bei der Hündin eingesetzten anästhetischen Arzneistoffe, um die respiratorische, zentralnervöse und kardiovaskuläre Depression bei den Föten möglichst gering zu halten und lebende, vitale Welpen zu entwickeln.

Vorbereitung für die neonatale Reanimation

Key points

Das Hauptziel des Kaiserschnitts ist die Entwicklung lebender, vitaler Welpen bei adäquater Analgesie für die Hündin.


Aufgrund von graviditätsassoziierten physiologischen Veränderungen besteht bei Kaiserschnitten ein erhöhtes anästhetisches Risiko.


Planung und Vorbereitung sind wichtig, sowohl bei elektiven Kaiserschnitten als auch in Notfallszenarien.


Eine Optimierung von Ventilation, Oxygenierung und Perfusion der Mutterhündin sorgt dafür, dass es Hündin und Welpen gut geht.


Im Zentrum der neonatalen Reanimation stehen die Stimulierung der Atmung sowie die Unterstützung von Oxygenierung und Körpertemperatur.


Bei laktierenden Hündinnen können die üblichen analgetischen Arzneistoffe sicher verabreicht werden, ohne negativen Einfluss auf die neugeborenen Welpen.


Einleitung

Eines der Hauptziele des Kaiserschnitts (Sectio caesarea) ist die Minimierung fetaler Auswirkungen der bei der Hündin eingesetzten anästhetischen Arzneistoffe, um die respiratorische, zentralnervöse und kardiovaskuläre Depression bei den Föten möglichst gering zu halten und lebende, vitale Welpen zu entwickeln. Ebenso wichtig sind aber eine adäquate Analgesie für die Hündin und die Prävention anästhesieassoziierter Komplikationen wie Hypotonie, Hypoventilation, Hypoxämie, Hämorrhagie und Hypothermie, die zu einer Erhöhung von Morbidität und Mortalität sowohl der Hündin als auch der Welpen führen können. Die physikochemischen Eigenschaften, die Arzneistoffen das Überqueren der Blut-Hirn-Schranke ermöglichen, erleichtern auch ihren plazentaren Transfer. Es ist daher davon auszugehen, dass die bei der Hündin eingesetzten Anästhetika, Analgetika und Sedativa/Tranquilizer (mit sehr wenigen Ausnahmen) auch die Plazentaschranke überqueren. Verlängerte Wehen vor der Geburt verursachen physiologische Veränderungen bei der Hündin, die dann über eine herabgesetzte Plazentaperfusion, Hypoxämie und Acidose wiederum zu fetaler Depression führen. Bei Notfallkaiserschnitten ist die Mortalität von Mutter und Welpen signifikant höher als bei elektiven Kaiserschnitten 1 2. Ein gutes Timing und eine sorgfältige Vorbereitung sind extrem wichtige Faktoren für das Überleben der Welpen, und zwar sowohl bei elektiven als auch bei notfallmäßigen Kaiserschnitten. Die entscheidende Voraussetzung für eine Optimierung der Ergebnisse sowohl für die Hündin als auch für die Föten ist jedoch ein umfassendes Verständnis der maternalen physiologischen Veränderungen und der potenziellen Auswirkungen anästhetischer Arzneistoffe (Abbildung 1).

Abbildung 1. Der Erhalt einer adäquaten Ventilation, Oxygenierung und Perfusion der Hündin optimiert die Prognose für die Welpen => Hündin und Welpen geht es gut!  © Stephanie Kelley and Rhonda Snitker of Snitker Goldens, Waukon, IA USA

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