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Ausgabe nummer 26.1 Verdauungstrakt

Canines Parvovirus

veröffentlicht 24/03/2021

Geschrieben von Nicola Decaro

Auch verfügbar auf Français , Italiano , Español und English

Das canine Parvovirus (CPV) ist ein kleines, unbehülltes Virus mit einem sphärischen Kapsid (zusammengesetzt aus den drei Proteinen VP1, VP2 und VP3). Das Kapsid enthält ein lineares Einzelstrang-DNA-Molekül, das für zwei nicht-strukturelle (NS1 und NS2) und zwei strukturelle (VP1 und VP2) Proteine kodiert. 

Elektronenmikroskopische Aufnahme negativ gefärbter Parvoviruspartikel (25000-fache Vergrößerung).

Key points

Das canine Parvovirus ist der Haupterreger der akuten Gastroenteritis bei jungen Hundewelpen und kommt weltweit vor.


Drei antigene Varianten mit unterschiedlicher geographischer Verbreitung haben den ursprünglichen Stamm heute vollständig ersetzt.


Typische klinische Symptome sind Erbrechen, hämorrhagische Diarrhoe und Leukopenie. Die Mortalitätsraten erreichen bis zu 60-70 % in infizierten Zwingern und Tierheimen.


Diagnostische Assays für die Praxis haben eine geringe Sensitivität. Zur Bestätigung der Diagnose können zusätzliche Tests auf PCR-Basis erforderlich sein.


Die Behandlung besteht in erster Linie aus unterstützenden Therapiemaßnahmen, getestet werden aber auch verschiedene antivirale Wirkstoffe.


Die Impfung der Welpen ist nach wie vor die wirksamste Strategie zur Infektionskontrolle, trotz möglicher Interferenzen maternaler Antikörper und potenzieller Nichtübereinstimmungen („Mismatch“) zwischen Impfviren und Feldstämmen.


Einleitung

Das canine Parvovirus (CPV) ist ein kleines, unbehülltes Virus (Abbildung 1) mit einem sphärischen Kapsid (zusammengesetzt aus den drei Proteinen VP1, VP2 und VP3). Das Kapsid enthält ein lineares Einzelstrang-DNA-Molekül, das für zwei nicht-strukturelle (NS1 und NS2) und zwei strukturelle (VP1 und VP2) Proteine kodiert. VP2 ist das Hauptkapsidprotein und verantwortlich für die virale Antigenität 1 2. Erst vor kurzem wurde die Nomenklatur der Familie der Parvoviridae revidiert, wobei das CPV jetzt der Spezies „carnivores Protoparvovirus 1“ zugeordnet wird, ebenso wie das feline Panleukopenievirus (FPV) und andere verwandte carnivore Parvoviren 3.
 

Abbildung 1. Elektronenmikroskopische Aufnahme negativ gefärbter Parvoviruspartikel (25000-fache Vergrößerung). © Nicola Decaro

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