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Veterinary Focus

Ausgabe nummer 33.1 Verdauungstrakt

Die Behandlung der Obstipation bei Katzen

veröffentlicht 24/05/2023

Geschrieben von Jonathan A. Lidbury

Auch verfügbar auf Français , Italiano , Português , Español , English und 한국어

Reicht bei einer Katze mit Obstipation eine einfache „10-Minuten-Konsultation”? Keineswegs, sagt Jonathan Lidbury, und zeigt uns eine strukturierte und sorgfältige Herangehensweise an diese Fälle. 

Laterale abdominale Röntgenaufnahme

Kernaussagen

Obstipation kommt häufig bei Katzen vor, insbesondere bei älteren Tieren, adipösen Katzen und Katzen mit chronischen Nierenerkrankungen; wenn immer möglich sollte die zugrundeliegende Ursache(n) einer Obstipation diagnostiziert und behandelt werden.


Die Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung obstipierter Katzen; verschiedene Typen diätetischer Fasern können von Vorteil sein. 


Polyethylenglykol 3350 ist ein für Katzen gut verträgliches und wirksames Laxans mit hoher Akzeptanz.


Die subtotale Kolektomie zur Behandlung therapierefraktärer Fälle von Obstipation führt zu hohen Überlebensraten und hohen Zufriedenheitsraten bei Besitzern.


Einleitung

„Obstipation” ist ein in der Katzenpraxis häufig auftretendes Problem, das bei den betroffenen Patienten zu signifikanter Morbidität führen kann und gelegentlich sogar ein Grund ist, aus dem sich die Besitzer für eine Euthanasie ihres Tieres aussprechen. Eine Voraussetzung für eine zielführende Diskussion und ein sinnvolles Fallmanagement ist jedoch die Verwendung der korrekten Definitionen (Box 1). Obstipation bei Katzen kann zahlreiche verschiedene Ursachen haben, wobei an erster Stelle das idiopathische Megakolon steht 1. Praktische Tierärzte und Tierärztinnen müssen daher in der Lage sein, in jedem Einzelfall die Ätiologie zu identifizieren, um einen maßgeschneiderten Behandlungsplan für den individuellen Patienten erstellen zu können.

Box 1. Definitionen 1.

Obstipation seltenere oder erschwerte Defäkation (bedeutet aber nicht notwendigerweise, dass ein permanenter Funktionsverlust vorliegt) 
Koprostase Kotstauung, therapierefraktäre Obstipation
(mit permanentem Funktionsverlust einhergehend)
Megakolon abnorme Erweiterung des Kolons
dilatatives Megakolon entwickelt sich als Endstadium eines idiopathischen Megakolons und impliziert einen permanenten Verlust der Kolonfunktion sowie Veränderungen der Kolonstruktur 
hypertrophisches Megakolon entwickelt sich als Folge obstruktiver Läsionen und kann reversibel sein, wenn die Obstruktion rechtzeitig behoben wird (kann aber auch in Richtung dilatatives Megakolon fortschreiten)

Zu beachten: Diese Unterscheidungen haben wichtige Implikationen für die Behandlung und die Prognose

 

Ätiopathogenese

Die Ursachen von Obstipation können zwar auf mechanische Weise klassifiziert werden (Box 2), zu beachten ist dabei jedoch, dass bei einer individuellen Katze durchaus mehrere der hier aufgelisteten Mechanismen simultan zum Problem beitragen können. So kann zum Beispiel eine Katze mit Obstipation infolge eines idiopathischen Megakolons die Nahrungs- und Trinkwasseraufnahme einstellen und dadurch dehydrieren und hypokaliämisch werden, was dann wiederum zu einer Verstärkung der Obstipation beiträgt. Insgesamt gibt es zwar eine Vielzahl unterschiedlicher potenzieller Ursachen, ein Review veröffentlichter Fälle stellt jedoch fest, dass 62 % der Katzen mit Obstipation ein idiopathisches Megakolon aufwiesen, 23 % eine Stenose des Beckenkanals, 6 % eine Nervenschädigung und 5 % eine Deformation im Bereich der Kreuzwirbel (Manx-Katzen) 1. Eine neuere retrospektive Studie zeigt, dass ältere Katzen, übergewichtige Katzen, Katzen mit chronischer Nierenerkrankung und Katzen mit einem Vorbericht über bereits früher aufgetretene Obstipationen eine höhere Wahrscheinlichkeit aufweisen, als Notfall mit Obstipation vorgestellt zu werden 2.

Die Ätiopathogenese des idiopathischen Megakolons bei Katzen wird definitionsgemäß nicht vollumfänglich verstanden. Ex vivo-Untersuchungen an Kolongewebe obstipierter Katzen zeigen eine generalisierte Dysfunktion der glatten Kolonmuskulatur, wobei nicht bekannt ist, ob es sich hierbei um die auslösende Ursache von Obstipation handelt oder um einen sekundären Effekt 3. Zudem wurden bei der histopathologischen Untersuchung des betroffenen Gewebes keine Anomalien der (longitudinalen oder zirkulären) glatten Muskulatur oder des Plexus myentericus festgestellt.

Box 2. Ursachen von Obstipation bei Katzen 1.

Mechanische Obstruktion (Kolon, Rektum oder Anus)
  • luminal (z. B. Fremdkörper)
  • intramural (z. B. Zubildungen in der Kolonwand)
  • extraluminal (z. B. dislozierte Beckenfrakturen, Zubildungen anderer abdominaler Organe) 
Neuromuskuläre Dysfunktion
  • glatte Kolonmuskulatur (z. B. idiopathisches Megakolon)
  • Erkrankung des Rückenmarks (z. B. Cauda equina Syndrom, Deformation im Bereich der Kreuzwirbel [Manx-Katze], lumbosakrale Erkrankung)
  • Erkrankungen hypogastrischer oder peripherer Nerven (z. B. Trauma, Neoplasie, Dysautonomie) 
  • Erkrankung der Submukosa oder des Plexus myentericus (z. B. Dysautonomie) 
Systemische/metabolische Erkrankung
  • Dehydratation, chronische Nierenerkrankung, Hypokaliämie, Hyperkalzämie  
Endokrine Erkrankung
  • Hypothyreose (spontan oder iatrogen), alimentärer Hyperparathyreoidismus
Schmerzhafte Defäkation  
  • Analbeutelentzündung/Analbeutelabszess, Proktitis, Bisswunden, degenerative Gelenkerkrankungen
Arzneimittel
  • z. B. Opiate, cholinerge Antagonisten, Diuretika
Umwelt und Verhalten
  • verschmutzte Katzentoiletten, soziale Interaktionen, Inaktivität, Hospitalisierung, Veränderungen der Umwelt

 

Klinische Merkmale

Das Signalement obstipierter Katzen ist sehr variabel, da diese Erkrankung bei Tieren beiderlei Geschlechts und jeden Alters sowie jeder Rasse auftreten kann. In einem Review veröffentlichter Fälle lag das mittlere Alter betroffener Katzen bei 5,8 Jahren, wobei 70 % männlichen Geschlechts waren (dieser geschlechtsbezogene Verzerrungseffekt spiegelt sich jedoch nicht in den Erfahrungen des Autors wider), und Kurzhaarhauskatzen (46 %), Langhaarhauskatzen (15 %) und Siamkatzen (12 %) zu den häufig betroffenen Rassen gehören 1.

Bei obstipierten Katzen beobachtet man häufig multiple erfolglose Defäkationsversuche (Abbildung 1), zum Teil begleitet von Lautäußerungen. Gelegentlich werden kleine Mengen sehr derber Fäzes abgesetzt, zum Teil aber auch geringe Mengen flüssigen Kotes oder Kot mit Blutbeimengungen (Hämatochezie) 1. Die beiden letzteren Szenarien können dazu führen, dass Besitzer betroffener Tiere glauben, das Hauptproblem ihrer Katze sei eine Diarrhoe. Zudem muss eine Obstipation immer differenzialdiagnostisch abgegrenzt werden gegenüber Erkrankungen der ableitenden Harnwege, einer Kolitis und Erkrankungen der Analbeutel, da auch diese Zustände mit scheinbarem Tenesmus und vermehrter Nutzung von Katzentoiletten einhergehen können. Da sämtliche der oben genannten Symptome einer Obstipation insbesondere in Mehrkatzenhaushalten übersehen werden können, ist bei der genauen Beschreibung der Probleme des Patienten stets größte Sorgfalt angezeigt. Bei entsprechender Chronizität des Problems können zusätzlich Erbrechen, Diarrhoe oder Lethargie auftreten, und wenn die Obstipation Teil eines multisystemischen Krankheitsprozesses ist (z. B. Dysautonomie), kann begleitend eine ganze Reihe von weiteren systemischen Symptomen vorhanden sein. Der Besitzer sollte zudem im Rahmen der Anamnese sehr sorgfältig zu Arzneimittelgaben/aktuellen Therapien der Katze befragt werden, da einige Wirkstoffe zu Hypomotilität des Dickdarms, Dehydratation oder iatrogener Hypothyreose führen können (Box 2). Zu erfragen sind darüber hinaus aber auch jegliche Veränderungen der Umwelt der Katze oder ihres Verhaltens.

In der Regel gelingt es bei obstipierten Katzen, impaktierte Fäzes im Kolon transabdominal zu palpieren, bei hochgradig adipösen oder widersetzlichen Katzen kann sich dies jedoch als große Herausforderung erweisen. Betroffene Katzen können auch allgemeine Symptome von Nausea oder einer Dehydratation zeigen. Mit Hilfe einer neurologischen Untersuchung, einschließlich Palpation der Wirbelsäule und einer ophthalmologischen Untersuchung, wird abgeklärt, ob die Obstipation Teil einer umfassenderen neuromuskulären Erkrankung ist (z. B. Dysautonomie, Erkrankung des Rückenmarks). Auf dem Wege einer sorgfältigen rektalen Untersuchung unter Sedation oder Allgemeinanästhesie kann das Vorhandensein impaktierter Fäzes, rektaler Zubildungen, Fremdkörper, dislozierter Beckenfrakturen, rektaler Strikturen oder Erkrankungen der Analbeutel festgestellt werden. Gelegentlich können betroffene Katzen Perinealhernien als Folge eines lang anhaltenden Tenesmus ani aufweisen.

Bei obstipierten Katzen beobachtet man häufig wiederholte Besuche der Katzentoilette mit länger anhaltenden Versuchen

Abbildung 1. Bei obstipierten Katzen beobachtet man häufig wiederholte Besuche der Katzentoilette mit länger anhaltenden Versuchen, Kot abzusetzen.
© Shutterstock

Diagnose

Bei allen Katzen mit rezidivierender oder hochgradiger Obstipation werden ein großes Blutbild, ein klinisch-chemisches Profil und eine Harnanalyse empfohlen. In der Regel führen diese Laboruntersuchungen zwar nicht zur spezifischen Diagnose einer zugrundeliegenden Ursache, in einigen Fällen kann dies aber doch der Fall sein, z. B. bei Hypokaliämie, Hyperkalzämie, Dehydratation, renaler Azotämie oder Hypothyreose. Falls dieser nicht bereits bekannt ist, sollte zudem der FeLV/FIV-Status ermittelt werden.

Abdominale Röntgenaufnahmen sollten bei allen Katzen mit Obstipation angefertigt werden und dienen dem Nachweis impaktierter Fäzes sowie der Einschätzung von Ausmaß und Grad der Impaktion (Abbildung 2). Zu beurteilen sind darüber hinaus luminale (z. B. opakes Fremdmaterial) und extraluminale Kolonobstruktionen (z. B. Stenose des Beckenkanals aufgrund einer dislozierten Fraktur (Abbildung 3)). Offensichtliche Schäden des Rückenmarks bzw. der Rückenwirbelsäule (z. B. durch Frakturen oder Tumore) können in Röntgenaufnahmen ebenfalls zu erkennen sein. Studien zeigen, dass das Verhältnis des maximalen Durchmessers des Kolons zur Länge des Wirbelkörpers von L5 eine Differenzierung zwischen Obstipation und Megakolon unterstützen kann. Ein Verhältnis < 1,28 zeigt ein physiologisches Kolon an, während Werte > 1,48 auf ein Megakolon hinweisen (Sensitivität 77 %, Spezifität 85 %) 4. Wiederholte abdominale Röntgenaufnahmen nach Einleitung der Behandlung dienen der Beurteilung des therapeutischen Ansprechens des Patienten.

Laterale abdominale Röntgenaufnahme einer obstipierten Katze

Abbildung 2. Laterale abdominale Röntgenaufnahme einer obstipierten Katze. Das Kolon ist durch trockene Fäzes erweitert. Das Verhältnis von maximalem Kolondurchmesser zur Länge des Wirbelkörpers von L5 beträgt 1,74 (Verhältnisse > 1,48 sprechen für Megakolon).
© Dr. C. Ruoff, Texas A&M University

Weiterführende diagnostische Maßnahmen erfolgen je nach Indikation und Bedarf. Das primäre diagnostische Ziel sollte jedoch stets die Bestätigung des Vorhandenseins einer Obstipation sein sowie die Bestimmung ihrer Chronizität und ihres Grades. In der Regel kann dies allein mit einer klinischen Untersuchung und Röntgenaufnahmen erreicht werden, wie oben beschrieben. Und in Anbetracht der Tatsache, dass das idiopathische Megakolon und Stenosen des Beckenkanals für insgesamt 85 % aller Fälle verantwortlich sind 1, ist bei den meisten obstipierten Katzen ein umfangreiches diagnostisches Work-up gar nicht erforderlich. Ungeachtet dessen ist es jedoch wichtig, eine eventuell vorliegende und behandelbare zugrundeliegende Ursache nicht zu übersehen. Potenzielle Indikationen für weiterführende diagnostische Schritte sind zum Beispiel neurologische Defizite (z. B. im Zusammenhang mit Dysautonomie), palpierbare abdominale oder anorektale Zubildungen, im Röntgenbild nachzuweisende Anomalien des Abdomens/Beckenkanals, disproportionaler Zwergwuchs bei jungen Katzen (mit kongenitaler Hypothyreose einhergehend) oder andere Symptome systemischer Erkrankungen. Beispiele für gelegentlich erforderliche zusätzliche diagnostische Maßnahmen sind Schilddrüsentests (d. h., Gesamt-T4, freies T4, schilddrüsenstimulierendes Hormon), wenn eine Hypothyreose in Frage kommt, eine Ultraschalluntersuchung des Abdomens, wenn der Verdacht auf murale oder extraluminale Kolonzubildungen besteht, Schnittbildverfahren bei Erkrankungen der Wirbel oder intrapelvinen Zubildungen oder eine Koloskopie zum Nachweis von entzündlichen Veränderungen, anorektalen Strikturen oder Divertikeln.

Ventrodorsale abdominale Röntgenaufnahme einer obstipierten Katze mit Beckenfraktur

Abbildung 3. Ventrodorsale abdominale Röntgenaufnahme einer obstipierten Katze mit Beckenfraktur. Im gesamten Kolon befinden sich große Volumina eines heterogenen, opaken fäkalen Materials und Gas. Es besteht eine moderate Verengung des Beckenkanals mit offensichtlich geheilten Frakturen des linken Os ilium und des linken und rechten Pecten ossis pubis.
© Dr. C. Ruoff, Texas A&M University

Ambulante Behandlung

Ernährung

Geringgradig betroffene Katzen können initial ambulant allein mit Hilfe diätetischer Veränderungen behandelt werden. Eine häufig bei obstipierten Katzen angewendete Ernährungsstrategie ist die diätetische Fasersupplementierung. Zur Verfügung stehen verschiedene Typen diätetischer Fasern und Faserquellen, die alle unterschiedliche potenzielle Vorteile haben. Bei adulten Menschen mit chronischer Obstipation hat sich eine Fasersupplementierung nachweislich als vorteilhaft erwiesen 5, bestimmte Fasertypen können eine Obstipation aber potenziell auch verschlimmern. Diätetische Fasern, die von Kolonbakterien fermentiert werden, führen zu erhöhter Produktion kurzkettiger Fettsäuren, einschließlich Buttersäure, die den Kolonozyten als Energiequelle dient. Zudem haben kurzkettige Fettsäuren antiinflammatorische Eigenschaften und stimulieren bei Hunden und Katzen nachweislich Kontraktionen der longitudinalen, nicht aber zirkulären Kolonmuskulatur 6,7. Unlösliche, nicht-fermentierbare Fasern erhöhen das Gewicht und das Volumen der Fäzes und verbessern auf diesem Weg potenziell die Kolonmotilität, indem sie die Kolonwand dehnen und dadurch die Kontraktion stimulieren. Ein potenzieller Nachteil dieser Fasern ist eine Reduzierung der Nährstoffabsorption und eine Minderung des fäkalen Wassergehaltes, die potenziell zu einer Verstärkung der fäkalen Impaktion führen kann, insbesondere bei bereits dehydrierten und obstipierten Patienten oder bei Patienten mit bestehendem Megakolon. Flohsamen (Psyllium), eine Quelle löslicher, aber (weitgehend) nicht-fermentierbarer Fasern, führen im Darm zur Bildung eines Gels (Abbildung 4 und 5), das eine Lubrikation bewirkt und die Defäkationshäufigkeit bei Menschen mit idiopathischer Obstipation erhöht (wobei eine Dosierung von 10g/Tag über eine Dauer von > 4 Wochen bei humanen Patienten als optimal gilt) 5.

Pulverförmiges Supplement mit gemahlenen

Abbildung 4. Pulverförmiges Supplement mit gemahlenen, aromatisierten Flohsamenschalen für Menschen.
© Jonathan A. Lidbury

In zwei Feldstudien konnte gezeigt werden, dass eine kommerzielle, hochverdauliche, moderat mit Flohsamen supplementierte Trockennahrung eine hohe Akzeptanz bei Katzen aufweist und bei obstipierten Katzen das Absetzen anderer Arzneimittel ermöglicht 8. Zu beachten ist jedoch, dass es sich hierbei nicht um kontrollierte Studien handelte, so dass letztlich nicht bestätigt werden konnte, ob die beobachtete Besserung allein auf die Diätnahrung zurückzuführen war. Aus diesem Grund sind weitere randomisierte, kontrollierte klinische Studien erforderlich. Da die anekdotischen Erfahrungen mit dieser Diätnahrung aber durchaus positiv sind, handelt es sich um die erste Wahl des Autors für die diätetische Behandlung von Obstipation bei den meisten Katzen. Eine andere Option ist das Zusetzen nicht-aromatisierter Flohsamenschalen (etwa 1-2 Teelöffel/5-10 ml pro Mahlzeit) oder anderer Faserquellen zur üblichen Nahrung der Katze, dies kann jedoch einen Einfluss auf die Schmackhaftigkeit und damit die Akzeptanz der Nahrung haben.

Eine alternative diätetische Strategie ist die Fütterung einer hoch verdaulichen, ballaststoffarmen Nahrung, mit dem Ziel, das Volumen der das Kolon erreichenden Ingesta zu reduzieren. Als besonders vorteilhaft gilt diese Strategie bei Katzen mit hochgradiger Erkrankung, die kein zusätzliches fäkales Volumen tolerieren können. Gastrointestinale Diätnahrungen sind ebenfalls häufig mit fermentierbaren Fasern supplementiert.

Die Aufrechterhaltung einer adäquaten Hydratation ist eine entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung von Katzen mit Obstipation. Wasser (filtriert/in Flaschen, falls erforderlich) sollte deshalb stets ad libitum in verschiedenen Näpfen unterschiedlicher Formen oder über Trinkbrunnen zur Verfügung stehen, und auch die Fütterung von Feuchtnahrung kann eine vermehrte Wasserzufuhr unterstützen.

Flohsamenpulver absorbiert Wasser im GI-Trakt und bildet ein Gel

Abbildung 5. Flohsamenpulver absorbiert Wasser im GI-Trakt und bildet ein Gel. Bei Katzen werden nicht-aromatisierte Produkte bevorzugt. Kontraindiziert sind Xylitol-haltige Produkte. 
© Jonathan A. Lidbury

Laxanzien

Bei hochgradiger betroffenen Katzen oder Katzen mit rezidivierenden Obstipationsschüben muss in vielen Fällen zusätzlich zur diätetischen Behandlung eine medikamentöse Therapie eingeleitet werden. Zur Verfügung steht eine große Bandbreite unterschiedlicher Klassen von Laxanzien (osmotische Wirkstoffe, Füll- und Quellmittel, Emollientien (stuhlaufweichend), motilitätsstimulierende [prokinetische] Laxanzien). Der Autor beschränkt die Anwendung von Laxanzien jedoch auf die beiden im Folgenden beschriebenen osmotischen Wirkstoffe.

Bei dem osmotisch wirksamen Laxans Polyethylenglykol (PEG) 3350 handelt es sich um eine hydrophile Substanz, die über die Bindung von Wassermolekülen eine Reduzierung der Bewegung von Wasser aus dem Kolon heraus bewirkt und auf diesem Weg für eine Aufweichung und Quellung des Dickdarminhaltes sorgt 9. In einigen Ländern sind verschiedene Formen dieses Wirkstoffes ohne Elektrolyte zur Behandlung von Obstipation bei Menschen frei verkäuflich. Eine Metaanalyse klinischer Studien bei adulten und pädiatrischen humanen Patienten kommt zu dem Ergebnis, dass PEG3350 wirksamer und besser verträglich ist als Lactulose 10,11,12. Aufgrund seiner Schmackhaftigkeit (Akzeptanz) und seiner Wirksamkeit ist PEG3350 das vom Autor bevorzugte Laxans für die Behandlung von Katzen mit Obstipation. Eine Pilotstudie zu PEG3350 bei sechs gesunden Katzen zeigte eine gute Schmackhaftigkeit (Akzeptanz) und Kotaufweichung, und es wurden keine Nebenwirkungen beobachtet, obgleich bei einigen Katzen signifikante aber geringgradige und klinisch nicht relevante Anstiege des Serumkaliums zu verzeichnen waren 13. Nach Einleitung einer entsprechenden laxierenden Behandlung ist daher eine Kontrolle der Serumelektrolyte zu empfehlen.

Lactulose ist ein osmotisch wirksames, nicht-absorbierbares Disaccharid, das von Kolonbakterien fermentiert wird und bei Menschen zu Meteorismus oder Flatulenz führen kann. Bei Katzen scheint Lactulose eine geringere Schmackhaftigkeit (Akzeptanz) aufzuweisen als PEG3350, kann aber ebenfalls wirksam sein.

Den Empfehlungen des Autors zufolge sollten beide genannten Laxanzien initial in niedrigen Dosen verabreicht und anschließend bis zur Wirkung auftitriert werden. PEG3350 kann initial in einer Dosierung von 0,6-1,25 ml (1/8-1/4 Teelöffel) des Pulvers pro Katze alle 12 Stunden verabreicht werden (gemischt mit Futter), und Lactulose in einer Dosierung von 0,5 ml (1/2 Teelöffel)/kg alle 8-12 Stunden. Da es bei beiden Wirkstoffen bis zum Erreichen des vollen Effekts einige Tage dauert, sollten Dosissteigerungen nur langsam und schrittweise erfolgen. Eine Überdosierung kann bei beiden Laxanzien zu Diarrhoe, Dehydratation oder Elektrolytstörungen führen.

Prokinetische Arzneimittel

Bei einigen obstipierten Katzen ist auch der Einsatz prokinetischer Wirkstoffe erforderlich. Diese werden als Erhaltungstherapie verabreicht, sobald im Kolon keine impaktierte Fäkalmasse mehr vorhanden ist. Der Wirkstoff der Wahl des Autors ist der Serotonin (5-HT4) Rezeptoragonist Cisaprid in einer Dosierung von 0,5 mg/kg PO alle 12 Stunden. Cisaprid stimuliert nachweislich die Motilität von ex-vivo Kolongewebe von Katzen mit idiopathischem Megakolon 14 und scheint anekdotischen Berichten zufolge bei obstipierten Katzen wirksam und gut verträglich zu sein. Vom humanmedizinischen Markt wurde Cisaprid zurückgezogen, nachdem es Berichte über tödliche Herzarrhythmien (torsades de pointes) aufgrund der Effekte dieses Wirkstoffes an anderen 5-HT-Rezeptortypen im Myokard gab. Bei Katzen wird diese Nebenwirkung nicht beschrieben, in einer felinen Studie wurden jedoch verlängerte QT-Intervalle bei Katzen beobachtet, die das 60fache der therapeutischen Dosis über einen Zeitraum von sieben Tagen erhielten 15. In vielen Ländern ist Cisaprid aber weiterhin in Apotheken mit Akkreditierung für die Zubereitung von Tierarzneimitteln erhältlich.

Tegaserod ist ein weiterer 5-HT4 Rezeptoragonist, der die Darmpassage im Kolon von Hunden bei intravenöser Gabe nachweislich beschleunigt 16, entsprechende Wirkungen bei Katzen werden in der Literatur aber nicht beschrieben. Auch dieser Wirkstoff wurde aufgrund von kardiologischen Sicherheitsbedenken bei Menschen vom US-Markt zurückgezogen, aber erst kürzlich mit einer selektiveren Kennzeichnung wieder eingeführt 17. Prucaloprid ist ein weiterer spezifischerer 5-HT4 Rezeptoragonist, der bei Katzen nachweislich eine Defäkation induziert 18, die Anwendung erfolgt in diesem Fall aber zulassungsüberschreitend. Der Autor hat keine persönlichen Erfahrungen mit der Anwendung von Tegaserod oder Prucaloprid und kann einen Einsatz dieser Wirkstoffe deshalb nicht befürworten. Der Histamin-2-Rezeptoragonist Ranitidin hat neben seiner reduzierenden Wirkung auf die Magensäureproduktion auch einen Anti-Cholinesterase-Effekt, und in einer Studie (veröffentlicht als Abstract) konnte gezeigt werden, dass Ranitidin in ex-vivo Kolongewebe von Katzen eine Motilität induziert 19. Eine Wirksamkeit in vivo konnte bislang aber noch nicht demonstriert werden.

Weitere Strategien

Wenn immer es möglich ist, muss die zugrundeliegende medizinische Ursache einer Obstipation therapeutisch adressiert werden (z. B. Thyroxin-Supplementierung bei Katzen mit Hypothyreose). In einer Studie über Katzen mit Beckenfrakturen, von denen 74 % chirurgisch behandelt wurden, war Obstipation interessanterweise eine seltene und nur bei 8 % der Katzen auftretende Komplikation, und bei keiner einzigen Katze entwickelte sich ein Megakolon 19. Vor diesem Hintergrund könnte bei Katzen mit Beckenfrakturen, die zu einer Verengung des Beckenkanals führen, eine chirurgische Stabilisierung in Betracht gezogen werden, um die spätere Entwicklung eines Megakolon zu verhindern.

Die Ergebnisse einer Pilotstudie legen nahe, dass eine kommerzielle probiotische Mischung bei Katzen mit Obstipation zu verbesserten Symptomen und reduzierter Kolonentzündung führen kann 20, weitere diesbezügliche Forschungsarbeiten sind jedoch erforderlich, und es ist nicht zu erwarten, dass sämtliche Probiotika denselben Effekt haben würden.

Zur Verfügung steht darüber hinaus eine breite Vielfalt verschiedener feliner/pädiatrischer Produkte für Einläufe und Suppositorien geeigneter Volumina für die Anwendung bei Katzen (z. B. mit Dioctylnatriumsulfosuccinat und Glycerin oder Docusat-Natrium, PEG und Glycerin). Wegen der potenziellen Belastung der Tier-Mensch-Bindung befürwortet der Autor die Anwendung dieser Produkte zu Hause durch den Tierhalter jedoch nicht.

Wenn der Verdacht besteht, dass Umwelt- oder Verhaltensfaktoren eine Rolle bei der Entwicklung von Obstipation gespielt haben, kann es ratsam sein, auch diese Faktoren zu adressieren.

Jonathan A. Lidbury

Obstipation bei Katzen kann verschiedene Ursachen haben, wobei das idiopathische Megakolon am häufigsten vorkommt. Tierärzte und Tierärztinnen müssen daher in der Lage sein, die Ätiologie zu ermitteln, um einen individuell auf den Patienten zugeschnittenen Behandlungsplan zu erstellen.

Jonathan A. Lidbury

Stationäre Behandlung

Katzen mit hochgradigerer Obstipation müssen nicht selten stationär behandelt werden. Dehydratation ist in vielen dieser Fälle ein beitragender oder komplizierender Faktor und muss deshalb gezielt therapeutisch angegangen werden, um ein erfolgreiches Outcome zu ermöglichen. Um einen adäquaten Hydratationsstatus wiederherzustellen bzw. aufrechtzuerhalten und um etwaige Elektrolytstörungen zu korrigieren, können intravenöse Flüssigkeiten verabreicht werden (initial oft balancierte kristalloide Flüssigkeitsersatzlösungen).

Einläufe mit warmem Wasser, warmer physiologischer Kochsalzlösung oder warmer Ringerlactatlösung (5-10 ml/kg) werden von Katzen in der Regel gut toleriert und sind bei Obstipationen oft hilfreich. Falls erwünscht, kann diesen Lösungen ein wasserlösliches Lubrikans beigegeben werden. Die Applikation von Einläufen erfolgt in der Regel über einen lubrifizierten roten Gummikatheter, der sanft mehrere Zentimeter in das Kolon vorgeschoben wird, was sich bei hochgradiger fäkaler Impaktion allerdings als schwierig erweisen kann. Unter Umständen müssen Einläufe mehrmals in geeigneten Abständen (alle 6-24 Stunden) wiederholt werden. Bei Katzen können Einläufe zu Erbrechen und Aspiration führen, dieses Risiko lässt sich aber minimieren, wenn die Applikation unter Allgemeinanästhesie mit endotrachealer Intubation erfolgt. Allerdings ist eine Allgemeinanästhesie nicht in jedem Fall möglich oder im besten Interesse der erkrankten Katze. In diesen Fällen sollten eher mehrere geringvolumige Einläufe anstelle eines einzigen Einlaufs mit einem großen Flüssigkeitsvolumen durchgeführt werden. Vor einem Einlauf ist eine Vorbehandlung mit dem Antiemetikum Maropitant (1 mg/kg, IV) ratsam, und bei Katzen, die orale Medikationen tolerieren können begleitend Laxanzien wie PEG3350 oder Lactulose über die Maulhöhle eingegeben werden. Zu beachten ist, dass phosphathaltige Einläufe bei Katzen kontraindiziert sind, da diese zu potenziell tödlicher Hypernatriämie, Hyperphosphatämie oder Hypokalzämie führen können.

Eine manuelle bzw. digitale Extraktion von Fäzes lässt sich selbst bei hochgradiger Impaktion in den meisten Fällen vermeiden, wenn eine PEG3350-Lösung (in der Regel Produkte für die präendoskopische Vorbereitung des Kolons humaner Patienten) per langsamer konstanter Rate über eine Nasenschlundsonde eingegeben wird. In einer Studie über neun Katzen wird eine Applikationsrate von 6-10 ml/kg/Stunde mit einer medianen Gesamtdosis von 80 ml/kg (Spanne: 40-156 ml/kg) beschrieben, mit einer medianen Zeit von 8 Stunden (Spanne 5-24 Stunden) bis zu einer signifikanten Defäkation 21. Wichtig sind in jedem Fall eine Bestätigung des korrekten Sitzes der Nasenschlundsonde mit Hilfe von lateralen Röntgenaufnahmen der Hals- und Thoraxregion, sowie eine sorgfältige Überwachung der Katze zur Vermeidung einer Aspiration. Gute Praxis ist zudem eine regelmäßige Überprüfung des Hydratationsstatus und der Serumelektrolytkonzentrationen der Katze während des stationären Aufenthaltes.

Gelegentlich ist eine digitale Extraktion von Fäzes erforderlich, diese sollte aber ausschließlich unter Allgemeinanästhesie und mit eingelegtem Endotrachealtubus durchgeführt werden. Zur Rehydrierung und Aufweichung der impaktierten Fäzes erfolgt zunächst ein Einlauf mit warmem Wasser, warmer physiologischer Kochsalzlösung oder warmer Ringerlaktatlösung – auch hier unter Umständen wieder gemischt mit einem wasserlöslichen Lubrikans –. Nach einigen Minuten Einwirkzeit, erfolgt der Versuch einer sanften Extraktion mit einem Finger, während man gleichzeitig vorsichtig weiteres im Kolon impaktiertes fäkales Material mittels abdominaler Palpation in distale Richtung in den Beckenkanal hinein massiert. Dieser Zyklus wird so oft wiederholt wie erforderlich. Der Autor verwendet hierfür keine Welpenzangen oder andere Instrumente. Gelegentlich ist es jedoch nicht möglich, eine Katze bereits beim ersten Versuch auf diese Weise vollständig zu „de-obstipieren“, so dass die Prozedur am folgenden Tag wiederholt werden muss. Letztlich ist diese fraktionierte Vorgehensweise schonender und einem einzigen, intensiven und länger andauernden Versuch vorzuziehen. Potenzielle Komplikationen einer digitalen Kotextraktion sind eine Traumatisierung oder Perforation des Kolons, eine Aspiration und Probleme im Zusammenhang mit der Anästhesie. Einige Tierärzte und Tierärztinnen setzen aufgrund des Risikos einer bakteriellen Translokation von dieser Prozedur Antibiotika ein (z. B. Metronidazol).

Chirurgische Behandlung

Bei Katzen, bei denen eine zugrundeliegende Ursache nicht identifiziert oder nicht adäquat adressiert werden kann, und die auf eine rigorose medikamentöse Therapie nicht ansprechen, kann eine subtotale Kolektomie die einzige verbleibende therapeutische Option sein. Ein sorgfältiges medikamentöses Management kann diesen größeren chirurgischen Eingriff in vielen Fällen zwar verhindern, wichtig ist es aber auch, mit der Empfehlung für eine Operation nicht so lange zu warten, bis therapierefraktäre Patienten hochgradig geschwächt sind. Eine Beschreibung der Operationstechnik an dieser Stelle würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Eine jüngste retrospektive Studie über 151 Katzen mit subtotaler Kolektomie zeigt, dass eine Resektion des ileokolischen Übergangs mit weniger günstigen Outcomes einhergeht als ein Erhalt dieses Darmabschnitts, und unabhängig davon zeigten Katzen nach dem chirurgischen Eingriff oft über einige Monate eine Diarrhoe. Ermutigend ist aber die Erkenntnis der Autoren dieser Studie, dass eine subtotale Kolektomie mit langen Überlebenszeiten und einer hohen Zufriedenheitsrate bei den Besitzern einherging 22.

Schlussfolgerung

Obstipation ist ein häufig auftretendes Problem in der Kleintierpraxis. Es muss aber betont werden, dass der Nachweis einer zugrundeliegenden Ursache und die erfolgreiche Behandlung einer Obstipation nicht immer einfach sind. Betroffene Katzen können mit der Zeit eine signifikante Morbidität entwickeln, die dazu führen kann, dass die Besitzer eine Euthanasie wünschen. Entscheidend ist deshalb ein proaktives diagnostisches und therapeutisches Handeln. Diagnostische Basismaßnahmen zeigen in der Regel zuverlässig, ob eine primäre Ursache vorliegt, so dass ein geeigneter Behandlungsplan für den individuellen Patienten erstellt werden kann.

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Jonathan A. Lidbury

Jonathan A. Lidbury

Dr. Lidbury schloss sein Tiermedizinstudium 2002 an der University of Glasgow in Schottland Mehr lesen

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