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Veterinary Focus

Ausgabe nummer 32.1 Sonstiges Wissenschaft

Prävention von Verhaltensproblemen bei Hundewelpen

veröffentlicht 22/06/2022

Geschrieben von Jon Bowen

Auch verfügbar auf Français , Italiano , Português , Español und English

Viele Besitzer wählen ihre Hundewelpen aus gänzlich falschen Gründen; Jon Bowen zeigt einige Schlüsselfaktoren, die einen jungen Hundewelpen bei seiner Entwicklung zu einem großartigen Familienmitglied unterstützen können.

Die Aufnahme eines Hundewelpen in seine neue Familie sollte im Alter von etwa acht Wochen erfolgen

Kernaussagen

Verhaltensprobleme bei Hunden sind ein bedeutender und andauernder Grund für Euthanasie.


Tierärzte sollten proaktiv mit Züchtern zusammenarbeiten, um eine gute Selektion und gute Aufzuchtpraktiken zu erreichen und frühzeitige Impfungen zu fördern.


Temperament und Persönlichkeit eines Hundes sind das Produkt der Interaktion zwischen Genetik und frühen Ereignissen – es ist also entscheidend, diese frühen Erfahrungen so positiv wie möglich zu gestalten.


Tierärzte sollten Welpenbesitzer zu den besten Informationsquellen lenken und ihnen dabei helfen, ihr neues Haustier so aufzuziehen, dass es zu einem adulten Tier mit gutem Verhalten heranwächst.


Einleitung

Trotz der Fortschritte in der tierärztlichen Versorgung und in der Ernährung unserer Kleintiere, die über die letzten Jahre zu deutlichen Verbesserungen der Gesundheit unserer Hunde geführt haben, ist Problemverhalten nach wie vor eine bedeutende und hartnäckige Todesursache bei dieser Spezies. Einer umfassenden Studie zufolge war unerwünschtes Verhalten die häufigste Todesursache bei Hunden unter drei Jahren 1. Fast 34 % aller Todesfälle in dieser Altersgruppe wurden Problemverhalten zugerechnet, wobei die diesbezügliche Todeswahrscheinlichkeit bei Rüden um den Faktor 1,4 höher lag als bei Hündinnen. Diese Daten wurden in den Jahren 2009 bis 2014 in erstversorgenden tierärztlichen Praxen in Großbritannien erhoben. Aber auch jüngere Daten aus Australien (2013 bis 2018), die mit derselben Methodik analysiert wurden, kommen zu ähnlichen Ergebnissen und beschrieben eine Todesrate aufgrund von unerwünschtem Verhalten von 29,7 % bei Hunden unter drei Jahren 2. In beiden untersuchten Populationen war Aggression die häufigste behaviorale Todesursache (Abbildung 1).

Eine Studie in Australien über einen Zeitraum von fünf Jahren zeigt

Abbildung 1. Eine Studie in Australien über einen Zeitraum von fünf Jahren zeigt, dass unerwünschtes Verhalten der Anlass für 30 % aller Fälle von Euthanasie bei Hunden unter drei Jahren war, wobei sich Aggression als das häufigste zu einer Euthanasie führende Verhaltensproblem erwies.
Credit: Shutterstock

Die hohe Prävalenz der Euthanasie ist jedoch nur die sichtbare Spitze eines sehr viel größeren Eisbergs von Problemen rund um problematisches Verhalten bei Hunden. Diese Statistiken sind ohne Zweifel verstörend, die Euthanasie ist aber lediglich ein möglicher Endpunkt für Hunde mit Verhaltensproblemen und kommt in der Regel nur in den hochgradigsten Fällen zur Anwendung. Weitere Möglichkeiten sind das Umplatzieren oder die Behandlung betroffener Hunde oder die Anpassung ihrer Lebensweise an die vorhandenen Verhaltensprobleme. Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass alle genannten Optionen zum Teil hohe emotionale, finanzielle oder zeitliche Belastungen für Familien mit betroffenen Tieren darstellen.

Verhaltensprobleme sind ein bedeutender und weithin akzeptierter Grund für die Abgabe von Hunden, wie zahlreiche Studien und die jährlichen Statistiken von Tierheimen und Tierschutzorganisationen belegen. Diese Verfahrensweise verursacht letztlich aber auch hohe Kosten im Bereich der öffentlichen Hand und des Tierschutzes. Die Behandlung solcher Probleme ist zweifellos eine Option, die Akzeptanz und der Erfolg therapeutischer Maßnahmen sind jedoch in hohem Maße davon abhängig, dass die betroffenen Besitzer hoch motiviert und gut informiert sind und in Richtung fachkompetenter Quellen geleitet werden, um die erforderliche Unterstützung zu erhalten. Leider fand die genannte australische Studie 2 auch heraus, dass bei 82,8 % der Todesfälle von keiner weiteren Intervention berichtet wurde, und dass das mittlere Alter der Hunde bei erstmaligem Auftreten der Verhaltensprobleme, die dann letztlich die Todesursache waren, bei etwa elf Monaten lag. Diese Daten weisen darauf hin, dass wichtige Zeitfenster und Gelegenheiten für die Behandlung von Verhaltensproblemen häufig verpasst werden. In Anbetracht der ständig überlasteten Tierheime und der Tatsache, dass Besitzer oft nicht die erforderliche Unterstützung erhalten, leben viele betroffene Besitzer ganz einfach weiter mit ihren problematischen Hunden. Die Folgen sind, dass Menschen Risiken ausgesetzt werden, dass die Mensch-Tier-Bindung beschädigt und sämtliche daraus erwachsenden Vorteile für die mentale und physische Gesundheit eingeschränkt werden, und dass letztlich die Lebensqualität der Familien und der Hunde leidet.

Wenn wir sehen, wie viel wir heute über die Auswirkungen von Problemverhalten auf Menschen und Tiere wissen, stellt sich die Frage, warum es uns immer noch nicht gelingt, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Einer der Hauptgründe dürfte wahrscheinlich darin liegen, dass dem Thema Prävention nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt wird. Für die Züchter bedeutet dies zunächst die richtige Selektion der Hunde, mit denen gezüchtet wird, und die Schaffung eines guten Umfeldes, das die maternale Fürsorge und die frühe Sozialisation und Habitualisierung der Welpen unterstützt. Und für die Tierbesitzer heißt Prävention in diesem Zusammenhang, dass sie zum einen wissen müssen, auf welche Punkte bei der Auswahl eines Hundewelpen zu achten ist, und zum anderen dass sie nach der Aufnahme des Welpen in sein neues Zuhaue sehr viel Zeit und Energie in die Fortsetzung von Sozialisation und Habitualisierung investieren müssen. Dazu gehören das Verständnis der emotionalen Zustände und der Motivationen von Welpen, das Sorgen für eine gute Lebensqualität und nicht zuletzt die richtige Erziehung und das richtige Training.

Unsere Aufgabe als Tierärzte ist es, proaktiv mit den Züchtern zusammenzuarbeiten, um eine gute Selektion, gute Aufzuchtpraktiken und frühzeitige Impfungen zu erreichen. Zudem müssen wir Welpenbesitzer von Anfang an zu den besten Informationsquellen lenken und die Interaktion zwischen Krankheitsprävention und behavioraler Entwicklung von Hundewelpen verstehen. Aus Platzgründen können wir hier nicht alle diese Themen abdecken. Deshalb fokussieren wir uns in diesem Artikel auf Dinge, die meiner Meinung nach gute Ausgangspunkte sind, da sie für die größten Unterschiede sorgen können. Zunächst ist es hilfreich, sich die Stadien der Entwicklung von Hundewelpen in Erinnerung zu rufen, und zu beleuchten, welche Implikationen die einzelnen Stadien auf das Züchten und auf die Aufnahme von Welpen in ihr neues Zuhause haben.

Entwicklungsstadien

Abbildung 2 zeigt einen Zeitverlauf der unterschiedlichen Stadien und Zeitpunkte, die in der Entwicklung von Hundewelpen von praktischer Bedeutung sind. Vor einem Alter von drei Wochen sind Hundewelpen kaum mobil, und die sensorischen Inputs, auf die sie reagieren, sind im Wesentlichen Berührungen und Olfaktion. Nach diesem Zeitpunkt werden die Welpen mit der weiteren Entwicklung ihrer sensorischen und lokomotorischen Systeme zunehmend aktiv. Dieses Stadium bezeichnet man als die „sensitive Phase“ der Entwicklung, oft aber auch als „Sozialisationsphase“. Während dieser Zeit gewinnen die Welpen eine zunehmende Unabhängigkeit von ihren Bezugsfiguren (wie der Mutterhündin und den Menschen, bei denen sie sich sicher fühlen) und werden immer neugieriger und unternehmungslustiger. Die sensitive Phase kann sich zwar bis zum Alter von 12 bis 14 Wochen erstrecken, aus praktischen Gründen der Sozialisation und Habitualisierung wird ihr Endpunkt aber am besten auf das Alter von 12 Wochen festgelegt.

Zeitverlauf der Entwicklungsstadien von Hundewelpen

Abbildung 2. Zeitverlauf der Entwicklungsstadien von Hundewelpen. Die dunkelsten Farben weisen auf zugrundeliegende Entwicklungsveränderungen hin, die helleren Farben zeigen die einflussreichsten Faktoren und Prozesse, und die hellsten Farben zeigen Interventionen, mit deren Hilfe die Ergebnisse verbessert werden können.
Credit: Jon Bowen

Zwischen der Geburt und einem Alter von etwa zehn Wochen unterliegt das Zentralnervensystem (ZNS) des Welpen einem umfassenden Prozess der Myelinisierung und Organisation 3. Dieser Prozess ist Teil der erfahrungserwartenden Entwicklung (experience-expectant): Die Gehirne der jungen Tiere werden auf diese Weise darauf vorbereitet, spezifische Informationen aufzunehmen, die während der Entwicklung erwartungsgemäß in der Umwelt präsent sein werden und die für die adäquate Reifung des Gehirns erforderlich sind 4. Ein gut bekanntes Beispiel hierfür ist die Entwicklung des Sehvermögens bei Katzen. Wenn das Sehen eines Katzenwelpen während der ersten drei Lebensmonate über einen Zeitraum von nur 3-4 Tagen blockiert wird, führt dies zu einer persistierenden und nahezu irreversiblen Reduzierung der Anzahl von Neuronen im visuellen Cortex, die auf das blockierte Auge reagieren. Längere Phasen einer Blockade des Sehens können zu einem permanenten funktionellen Verlust des Sehvermögens bei Katzenwelpen führen, während bei einer adulten Katze ein entsprechendes Abdecken des Sehens über den gleichen Zeitraum keine Auswirkungen haben wird 5. Dieser Prozess der erfahrungserwartenden Entwicklung betrifft sämtliche Informationen und Erfahrungen, denen ein Hunde- oder Katzenwelpe ausgesetzt ist. Wenn also während der ersten Lebenswochen irgendetwas fehlt, kann dies zu permanenten funktionellen Defiziten führen. Aus diesem Grund ist die sensitive Phase bei Hundewelpen für die Entwicklung eines normalen Verhaltens so wichtig. Zum Ende dieser Phase transformiert sich das ZNS gewissermaßen zu einer neuronalen Repräsentanz sämtlicher vom Welpen bis dahin gemachten Erfahrungen, in die dann in der Zukunft neue Informationen eingebaut und integriert werden können.

Nach dem Ende der sensitiven Phase kommt es zu einer fortschreitenden Zunahme von Neophobie, das heißt, die Hundewelpen zeigen Furcht und Vermeidungsverhalten gegenüber spezifischen ungewohnten „neuen“ Stimuli. Sie können dann zum Beispiel ängstlich reagieren in Umgebungen, die komplexer sind als ihr bisher gewohntes Umfeld oder zahlreiche ungewohnte Stimuli bieten. Auch gut sozialisierte und habitualisierte Welpen können in bestimmten Situationen diese Symptome einer Neophobie zeigen, sie werden letztlich aber resilienter sein und diese Situationen insgesamt besser bewältigen.

Jon Bowen

Damit aus einem Welpen ein emotional stabiler, adulter Hund mit adäquatem Verhalten wird, sollte die Bandbreite der Stimuli und Erfahrungen, mit denen ein Hundewelpe während der sensitiven Phase konfrontiert wird, eng mit dem übereinstimmen, was diesem Individuum auch als adultem Tier begegnen wird.

Jon Bowen

Auswahl der Eltern und Aufzucht der Welpen vor der Adoption

Im Jahr 2018 war ich Mitglied eines von der niederländischen Regierung mit der Erstellung eines Berichts zur Prävention von Hundebissen beauftragten Teams aus internationalen Experten, das mit einem Konsensfindungsprozess nach der Delphi-Methode arbeitete. Dieses Gremium beurteilte und klassifizierte die Bedeutung einer großen Bandbreite verschiedener Faktoren, die zum Beißrisiko beitragen, darunter Faktoren des Besitzers, des Hundes, der Situation und des Verhaltens des Beißopfers. Von den hundeassoziierten Aspekten wurden das Temperament und die Persönlichkeit des Hundes als der wichtigste Faktor klassifiziert, dicht gefolgt von der Sozialisations- und Habitualisierungserfahrung der Individuen im Welpenalter. Temperament und Persönlichkeit sind das Produkt der Interaktion zwischen Genetik und frühen Erfahrungen, zwischen diesen beiden Faktoren besteht also ein hoher Überschneidungsgrad.

Damit aus einem Welpen ein emotional stabiler, adulter Hund mit adäquatem Verhalten wird, sollte die Bandbreite der Stimuli und Erfahrungen, mit denen ein Hundewelpe während der sensitiven Phase konfrontiert wird, eng mit dem übereinstimmen, was diesem Individuum auch als adultem Tier begegnen wird. Die meisten Hundewelpen werden im Alter von etwa acht bis neun Wochen vom neuen Besitzer aufgenommen, also etwa in der Mitte der sensitiven Phase. Dies ist ein ideales Alter für die Adoption, da die Welpen jetzt schon etwas unabhängiger werden und sich mehr mit ihrer Umwelt beschäftigen, die Entwicklung der Neophobie aber noch nicht begonnen hat. Allerdings verändern sich Hundewelpen in diesem Alter sehr schnell, und während die meisten Welpen bereits mit acht Wochen bereit sind, in ein neues Zuhause aufgenommen zu werden, profitieren andere möglicherweise von einigen zusätzlichen Tagen bei ihrer Mutter.

Je später die Adoption erfolgt, desto weniger der sensitiven Phase steht der neuen Familie zur Verfügung, und desto größer ist das Risiko, dass die neuen Besitzer weniger Gelegenheit haben, eventuelle Mängel in der Aufzucht beim Züchter zu korrigieren (Abbildung 3). Züchter sollte den Welpen ein stimulierendes und motivierendes Umfeld bieten, geprägt von zahlreichen gut gemanagten sozialen Kontakten mit anderen Hunden und Menschen (einschließlich Kinder) und Expositionen gegenüber einer großen Bandbreite üblicher häuslicher Stimuli, damit die Welpen optimal auf ihre Adoption im Alter von acht Wochen vorbereitet sind. Dazu gehört unter anderem die regelmäßige Exposition gegenüber Tonaufzeichnungen einer großen Vielfalt häuslicher und urbaner Geräusche. Eine sichere, motivierende und stimulierende Umgebung, die Welpen dazu anregt, auch Zeit getrennt von ihrer Mutter zu verbringen, unterstützt den Ablösungsprozess und sorgt dafür, dass die Welpen bereits vor der Adoption ein gewisses Maß an Unabhängigkeit von der Mutter gewinnen.

Die Aufnahme eines Hundewelpen in seine neue Familie sollte im Alter von etwa acht Wochen erfolgen

Abbildung 3. Die Aufnahme eines Hundewelpen in seine neue Familie sollte im Alter von etwa acht Wochen erfolgen. So haben die Besitzer die Möglichkeit, auf Erfahrungen zu setzen, die den Welpen dabei unterstützen, positive Verhaltensmerkmale zu entwickeln. 
Credit: Shutterstock

Der Einfluss des maternalen Verhaltens auf die Entwicklung von Hundewelpen ist ein relativ neues Forschungsgebiet. Nicht alle Hündinnen zeigen das gleiche Maß an Fürsorge für ihre Welpen, wobei primipare Hündinnen tendenziell einen geringeren Grad von Lecken, Pflege der Welpen und Mutter-Welpe-Kontakten zeigen als multipare Hündinnen 6. Bei der Betrachtung des Effektes der maternalen Fürsorge während der ersten 21 Lebenstage auf das Verhalten der Welpen im Alter von acht Wochen stellten wir fest, dass je mehr maternale Fürsorge ein Welpe erhielt, desto mehr Erkundungsverhalten zeigte er, wenn er in einer neuen Umgebung isoliert wurde, desto weniger orientierte er sich Richtung Umzäunung seiner Isolation (auf der Suche nach der Mutter) und umso länger dauerte es, bis er begann zu schreien (Anzeichen von Stress) 7. Insgesamt wurde also festgestellt, dass die Welpen, die mehr maternale Fürsorge genossen hatten, selbstsicherer, unabhängiger und neugieriger waren. Und dies sind letztlich wünschenswerte Charakteristika für einen Hundewelpen, der in diesem Alter in ein neues Zuhause kommt, da sie vor der Entwicklung von Verhaltensproblemen schützen könnten, insbesondere im Zusammenhang mit der Bindung (z. B. Trennungsangst). Die Schlussfolgerung lautet, dass Züchter ausschließlich mit Hündinnen züchten sollten, die nicht nur gesund sind und ein gutes Temperament haben, sondern auch ein gutes maternales Verhalten zeigen. Und natürlich sollten Züchter darüber hinaus ein sicheres und ungestörtes Umfeld bieten, das positive Hündin-Welpen-Interaktionen fördert.

Darüber hinaus gibt es aber auch Hinweise darauf, dass ein frühzeitiger Umgang mit Menschen das Verhalten von Hunden im späteren Leben beeinflussen kann. So fand zum Beispiel eine Studie heraus, dass Hundewelpen, die vor einem Alter von drei Wochen täglich sanften manuellen Berührungen ausgesetzt werden, im Vergleich zu nicht entsprechend behandelten Welpen eine längere Latenz vor dem Schreien haben, mehr Erkundungsverhalten zeigen, und in Isolationstests im Alter von acht Wochen über kürzere Zeiträume vokalisieren 8. Die Ähnlichkeit dieser Ergebnisse mit Resultaten aus Studien zur maternalen Fürsorge von Hündinnen legt nahe, dass beide Formen des Kontakts – also Mensch oder Hündin – wahrscheinlich denselben Mechanismus beeinflussen. Züchter sollten daher ermutigt werden, Hundewelpen während der ersten drei Lebenswochen sanft zu berühren, insbesondere, wenn die Mutterhündin unerfahren ist und möglicherweise kein ausreichendes maternales Fürsorgeverhalten an den Tag legt. Um die Hündin nicht unnötig zu stressen, kann dieses Handling der Welpen zu Zeiten erfolgen, in denen die Hündin von ihren Welpen getrennt ist, zum Beispiel während der Fütterung.

Jon Bowen

Züchter sollten ermutigt werden, Hundewelpen während der ersten drei Lebenswochen einem sanften Handling auszusetzen, insbesondere, wenn die Mutterhündin unerfahren ist und möglicherweise kein ausreichendes maternales Fürsorgeverhalten an den Tag legt.

Jon Bowen

Welpenauswahl und die Zeit nach der Adoption

Der Erwerb eines Hundewelpen sollte genauso akribisch angegangen werden wie jede andere größere Entscheidung. So besitzen Menschen zum Beispiel ein Auto über einen Zeitraum von durchschnittlich sechs bis sieben Jahren (Abbildung 4) und benötigen (nach Daten aus den USA) in der Regel etwa 16 Wochen, um die Entscheidung zu treffen, welches Auto gekauft wird, wobei sie etwa 100 Stunden für Recherche investieren, um zu ihrer finalen Entscheidung zu gelangen 9. Zu Beginn dieses Prozesses sind die meisten Käufer noch unentschieden, und sechs von zehn Kunden ziehen zunächst mehrere Optionen in Betracht, wobei sie im Durchschnitt zwei bis drei Autohändler besuchen. Vergleichen wir dies nun mit dem Kauf eines Hundewelpen. Nach einer Studie aus Großbritannien, die die Auswirkungen der Pandemie auf den Welpenkauf analysierte, führen nur 46,7 % der Welpenkäufer vor dem Kauf eine entsprechende Recherche durch, und 91,6 % der Besitzer kaufen einen Hund der Rasse, die zuerst in ihrem Blickfeld war 10. Wenn frisch gebackene Welpenbesitzer gefragt wurden, welche einer Reihe von vorgegebenen Faktoren bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen, antworteten nur 12 % der Befragten, dass das Anschauen mehrerer Würfe vor der Wahl des richtigen Welpen wichtig war, nur 36 % waren der Meinung, dass es wichtig sei, einen Welpen zu bekommen, der in einer häuslichen Umgebung aufgezogen wurde, nur 21 % sagten, dass es wichtig ist, einen Welpen im Alter von acht bis neun Wochen zu adoptieren und 40 % glaubten, dass es nicht wichtig ist, die Mutter des Welpen zu sehen (n= 320) 11. Leider treffen Besitzer ihre Entscheidung zum Kauf eines Welpen in vielen Fällen nicht auf der Basis des Verhaltens oder des Temperaments. In einer Studie aus dem Jahr 2012 über US-amerikanische Tierheime sagten 27,3 % der Besitzer, die Hunde adoptierten, dass das Aussehen der mit Abstand wichtigste Grund für die Wahl des Hundes war, und nur 11,4 % gaben an, dass das Verhalten oberste Priorität für die Entscheidung hatte 12. Wenn wir es drastisch ausdrücken wollen, scheinen Menschen mehr Gedanken und Energie in den Kauf eines Autos zu investieren als in den Erwerb eines Hundewelpen, und genau hier liegt der Punkt, an dem wir als Tierärzte unseren Kunden helfen können.

Im Durchschnitt investieren Menschen 16 Wochen, um ein Auto auszuwählen, das sie dann über einen Zeitraum von etwa sechs Jahren behalten

Abbildung 4. Im Durchschnitt investieren Menschen 16 Wochen, um ein Auto auszuwählen, das sie dann über einen Zeitraum von etwa sechs Jahren behalten. Beim Erwerb eines Hundes, mit dem sie vielleicht 14 Jahre zusammenleben werden, treffen viele Besitzer oft schnelle Entscheidungen ohne sorgfältige Überlegungen. Sie überprüfen weder das Verhalten der Eltern ihres zukünftigen Haustieres, noch schauen sie sich mehrere Würfe an, bevor sie einen geeigneten Welpen auswählen.
Credit: Shutterstock

Zunächst sollten wir angehende Hundebesitzer ermutigen, die Auswahl eines Hundewelpen auf dieselbe akribische Weise anzugehen wie jede andere größere Entscheidung, und letztlich eine informierte Wahl zu treffen auf der Grundlage von Faktoren, von denen man weiß, dass sie die Haltung eines Hundes insgesamt positiv beeinflussen. Und ganz zum Schluss sollten wir den angehenden Hundewelpenbesitzern eine Checkliste mit einfachen Regeln aushändigen, die sie dabei unterstützen werden, eine gute Entscheidung zu treffen (Tabelle 1). Wenn wir zukünftige Besitzer davon überzeugen können, von Anfang an verschiedene Rassen in Betracht zu ziehen, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, dass zunächst mehrere Würfe angeschaut werden. Und wenn wir sie schließlich dazu bewegen können, den Besuch mehrerer Würfe zu planen, werden sie zumindest in der Lage sein, mehrere Optionen zu beleuchten, bevor sie einen Welpen aus dem erstbesten Wurf nehmen. Auf diese Weise kann es uns gelingen, einige der Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die nicht selten eine von vornherein eingeschränkte und dadurch sehr wahrscheinlich eher schlechte Auswahl eines Welpen bedingen.

Tabelle 1. Checkliste für zukünftige Welpenbesitzer.

  1. Legen Sie sich nicht von vornherein auf eine Rasse fest, erstellen sie eine engere Auswahlliste und besprechen Sie diese mit Ihrem Tierarzt.
  2. Planen Sie Besuche mehrerer Würfe, um den richtigen Welpen aus der richtigen Umgebung auszuwählen.
  3. Wählen Sie einen Wurf einer erfahrenen Mutterhündin.
  4. Wählen Sie einen Wurf, der seine ersten Impfungen noch beim Züchter erhält.
  5. Wählen Sie nur einen Welpen, dessen Eltern Sie sehen können (zumindest die Mutter).
  6. Wählen Sie nur einen Welpen, der in einer häuslichen Umgebung aufgezogen wurde, gut sozialisiert ist und Eltern mit gutem Verhalten hat.
  7. Nehmen Sie den Welpen im Alter von acht bis neun Wochen auf.

Nach der Adoption ist dann der neue Welpenbesitzer verantwortlich für die sachgerechte Fortführung der Sozialisation und Habitualisierung sowie für die richtige Erziehung und das richtige Training des Welpen. Leider legen viele frisch gebackene Welpenbesitzer nicht besonders viel Wert auf Dinge wie die Sozialisation oder das Training ihres Welpen. Gefragt, welche einer Reihe von vorgegebenen Faktoren eine Rolle spielen für die Haltung von Hunden, glaubten nur 44 % der Besitzer, die erst kürzlich einen Welpen erworben hatten, dass ein Sozialisationskurs wichtig ist, und nur 35 % waren der Meinung, dass es für einen Hundewelpen wichtig ist, vor Erreichen eines Alters von sechs Monaten Trainingskurse in einer Hundeschule zu besuchen 11. Vielleicht ist es nicht möglich sämtliche Welpenbesitzer davon zu überzeugen, Sozialisationskurse und Trainingskurse zu besuchen, insbesondere, wenn solche Angebote vor Ort nicht zur Verfügung stehen, heute gibt es aber einige gute Online-Ressourcen, die in solchen Situationen sehr hilfreich sein können. So bietet zum Beispiel Dogs Trust ein kostenloses Set von aufgezeichneten Geräuschen und Anleitungen zur Sozialisation in seinem „Sounds Sociable“-Programm* an. Diese Webseite bietet darüber hinaus Informationen zum ersten Training, zum Umgang mit frühem Fehlverhalten, sowie zur Welpenerziehung zu Hause in einer ruhigen und sanften Atmosphäre unter Vermeidung von Bestrafungen.

* https://www.dogstrust.org.uk/help-advice/dog-behaviour-health/sound-therapy-for-pets

Hindernisse bei der Sozialisation und Habitualisierung

Eine regelmäßige Exposition gegenüber einer großen Bandbreite verschiedener üblicher häuslicher Stimuli und Ereignisse ist in der Regel einfach zu erreichen, wenn ein Welpe in einer häuslichen Umgebung aufgezogen wird (siehe Abbildung 5). Eine positive Exposition wird jegliche geringgradige negative Exposition, die ab einem Alter von 12 Wochen auftreten könnte wahrscheinlich deutlich überwiegen. „Indoor“-Stimuli sind ihrer Natur nach in der Regel etwas schonender, das heißt weniger geräuschvoll und weniger kinetisch. Zudem erlebt der Welpe diese Indoor-Stimuli in einer Umgebung, mit der er bereits vertraut ist und in der er sich sicher fühlt. Die „Outdoor“-Umgebung bietet dagegen in der Regel sehr viel stärkere, sich schneller bewegende und geräuschvollere Stimuli, wie zum Beispiel fahrende Autos und belebte, offene Räume wie Fussgängerzonen und Parks. Hinzu kommt, dass diese Ereignisse und Stimuli auf einen Welpen einwirken, der sich nicht in der sicheren Umgebung seines Zuhauses oder seiner Mutter befindet. Ein Welpe braucht zudem Zeit, um eine sichere und vertrauensvolle Bindung zu den Mitgliedern seiner neuen Familie aufzubauen, und fühlt sich während der ersten Spaziergänge im Freien möglicherweise sehr ängstlich und verletzlich (Abbildung 6). Wenn diese ersten Ausflüge nach draußen noch in der sensitiven Phase stattfinden, ist Neophobie zumindest kein zusätzlicher potenziell belastender Faktor. Der Zeitpunkt der ersten Outdoor-Kontakte ist natürlich abhängig vom Impfstatus des Welpen. In Falle einer verzögerten Grundimmunisierung, die einen ausreichenden Schutz erst nach Ende der sensitiven Phase bietet, bekommt der Welpe unter Umständen gar nicht erst die Gelegenheit, positive Erfahrungen in der Outdoor-Welt zu sammeln. In der Folge besteht ein signifikantes Risiko für die Entwicklung von Furcht-, Angst- und Aggressionsproblemen im adulten Alter.

Die Exposition gegenüber „Indoor“-Stimuli und -Ereignissen in der sensiblen Phase ist eine natürliche Konsequenz einer häuslichen Aufzucht

Abbildung 5. Die Exposition gegenüber „Indoor“-Stimuli und -Ereignissen in der sensiblen Phase ist eine natürliche Konsequenz einer häuslichen Aufzucht. Dagegen ist die Exposition gegenüber „Outdoor“-Stimuli und -Ereignissen in dieser Phase vom Impfstatus abhängig. Je früher ein ausreichender Impfschutz besteht, desto größer ist der Anteil der sensitiven Phase, während dem der Welpe mit „Outdoor“-Ereignissen konfrontiert werden kann. Die grünen Pfeile zeigen positive Erfahrungen an, orangefarbene und rote Pfeile markieren negativere Erfahrungen.
Credit: Jon Bowen

Die Impfung ist daher ein ganz essenzieller Aspekt der Sozialisation und Habitualisierung, da das Risiko für Infektionskrankheiten bei nicht geimpften Welpen ein erhebliches Hindernis für eine adäquate behaviorale Entwicklung darstellt. Im Idealfall sollte die Grundimmunisierung so früh wie möglich erfolgen und mit Impfstoffen durchgeführt werden, die sehr schnell für einen guten Schutz sorgen. Erhält ein Welpe zum Beispiel die ersten Impfungen bereits beim Züchter, so kann er vom neuen Besitzer bereits sehr bald nach der Aufnahme in das neue Zuhause nach draußen geführt werden. Tierärzte sollten Besitzer zudem über lokale Krankheitsprävalenzen informieren und so Risiken für die Gesundheit eines Welpen abwägen gegenüber der Gefahr, die Ziele der Sozialisation und Habitualisierung zu verfehlen.

Die ersten Spaziergänge im Freien können eine einschüchternde Erfahrung für einen jungen Hundewelpen sein

Abbildung 6. Die ersten Spaziergänge im Freien können eine einschüchternde Erfahrung für einen jungen Hundewelpen sein. Sie sollten sehr vorsichtig durchgeführt werden, da sich der Welpe außerhalb seiner vertrauten Umgebung sehr unsicher und verletzlich fühlen kann. 
Credit: Shutterstock 

Management früher Erfahrungen

Die wichtige Bedeutung von Sozialisation und Habitualisierung für die Entwicklung eines guten adulten Verhaltens ist zwar gut etabliert, nach wie vor nicht klar ist aber der beste Weg, auf dem eine adäquate Sozialisation und Habitualisierung erreicht werden kann 13. Welpenpartys sind von Vorteil, wenn sie gut organisiert sind, und Erfahrungen in der realen Welt sind generell unschätzbar wertvoll. Einzelne Hunde können durch solche Partys jedoch auch überfordert werden, insbesondere, wenn Welpen einer großen Altersspanne teilnehmen und die soziale Interaktion zwischen den Welpen falsch gehandhabt wird. Überfordert können aber auch Welpen sein, wenn sie bei ihren ersten Spaziergängen im Freien unbekannten Hunden und Menschen begegnen. Der Schlüssel zu einem guten Handling dieser Erfahrungen liegt darin, dass Besitzer die Anzeichen von Stress bei ihren Welpen erkennen und richtig reagieren. Häufige Indikatoren für Stress sind Lippenlecken, Gähnen, Hecheln, Ruhelosigkeit, Vermeidungsverhalten, Wimmern und Schreien, defensives Verhalten (z. B. Knurren), Appetitverlust und das Nichtbeachten von Kommandos. Dieses Erkennen von Symptomen und das richtige Handeln ist ein weiterer Bereich der Besitzererziehung, der sehr gut in den Aufgabenbereich von Tierärzten passt. Wenn Besitzer entsprechende Anzeichen bei ihrem Welpen beobachten, sollten sie das Tier zunächst aus der Situation herausnehmen und ihm die Möglichkeit geben, sich zu beruhigen. Wenn anschließend dieselben Anzeichen auch nach erneuter vorsichtiger und sukzessiver Konfrontation des Welpen mit ähnlichen Situationen auftreten, sollte man dem Besitzer empfehlen, professionelle verhaltenstherapeutische Hilfe für seinen Hund in Anspruch zu nehmen.

Schlussfolgerung

Problemverhalten ist wahrscheinlich die meistübersehene Todesursache bei jungen Hunden. Verhaltensprobleme sind multifaktorieller Natur, und zu dem Zeitpunkt, an dem betroffene Hunde beim Tierarzt vorgestellt werden, kann eine Behandlung bereits sehr schwierig sein. Prävention ist deshalb der beste Weg. Während wir aber Besitzer nicht generell beunruhigen wollen, haben wir als Tierärzte dennoch die Pflicht, auf die Mortalitätsrisiken im Zusammenhang mit Problemverhalten bei jungen Hunden hinzuweisen. Diese schwierige Konversation kann der Schlüssel zur Eröffnung eines Dialogs über die wichtige Bedeutung der Auswahl und der Aufzucht eines Hundewelpen sein und dazu beitragen, dass von Beginn an die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Als Tierärzte sind wir auch in der besten Position, einen Einfluss auf die Züchter zu nehmen durch Empfehlungen zu guten Aufzuchtpraktiken und frühen Impfungen, um sicherzustellen, dass Hundewelpen optimal vorbereitet sind für die Aufnahme in ihr neues Zuhause. Mit den richtigen Empfehlungen zum richtigen Zeitpunkt können wir die Ergebnisse für viele junge Hunde und ihre Besitzer insgesamt verbessern.

Literatur

  1. Boyd C, Jarvis S, McGreevy PD, et al. Mortality resulting from undesirable behaviours in dogs aged under three years attending primary-care veterinary practices in England. Anim. Welf. 2018;27:251-262. 

  2. Yu Y, Wilson B, Masters S, et al. Mortality resulting from undesirable behaviours in dogs aged three years and under attending primary-care veterinary practices in Australia. Animals (Basel) 2021;11(2):493.

  3. Fox M. Overview and critique of stages and periods in canine development. Develop. Psychobiol. 1971;4(1):37-54.

  4. Greenough W, Black J, Wallace C. Experience and brain development. Child. Dev. 1987;58(3):539-559.

  5. Voss P. Sensitive and critical periods in visual sensory deprivation. Front Psychol. 2013;4:664. DOI: 10.3389/fpsyg.2013.00664

  6. Guardini G, Bowen J, Raviglione S, et al. Maternal behavior in domestic dogs: a comparison between primiparous and multiparous dogs. Dog Behav. 2015;1:23-33. 

  7. Guardini G, Mariti C, Bowen J, et al. Influence of morning maternal care on the behavioral responses of 8-week-old Beagle puppies to new environmental and social stimuli. App. Anim. Behav. Sci. 2016;181:137-144.

  8. Gazzano A, Mariti C, Notari L, et al. Effects of early gentling and early environment on emotional development of puppies. App. Anim. Behav. Sci. 2008;110:294-304.

  9. https://v12data.com/blog/25-amazing-statistics-on-how-consumers-shop-for-cars/. Accessed 31st Dec 2021.

  10. Packer R, Brand C, Belshaw Z, et al. Pandemic Puppies: characterising motivations and behaviours of UK owners who purchased puppies during the 2020 COVID-19 pandemic. Animals 2021;11:2500. 

  11. Bowen J. The 5 Top Behavioral Tips for New Puppy Owners. In; Proceedings, VMX, North American Veterinary Congress 2020.

  12. Weiss E, Miller K, Mohan-Gibbons H, et al. Why did you choose this pet?: Adopters and pet selection preferences in five animal shelters in the United States. Animals 2012;2:144-159.

  13. Howell T, King T, Bennett P. Puppy parties and beyond: the role of early age socialization practices on adult dog behavior. Vet. Med. (Auckl) 2015;6:143-153.

Jon Bowen

Jon Bowen

Dr. Bowen schloss sein Studium 1992 am Royal Veterinary College ab und arbeitete über mehrere Jahre in der allgemeinen Kleintierpraxis. Mehr lesen

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