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Ausgabe nummer 31.1 Sonstiges Wissenschaft

Feline atopische Dermatitis – entmystifiziert

veröffentlicht 15/04/2021

Geschrieben von Jennifer Schissler

Auch verfügbar auf Français , Italiano , Español und English

Die Diagnose und Behandlung bei Katzen mit Atopie können sich als sehr frustrierend erweisen. In diesem Artikel entmystifiziert Jennifer Schissler einige Aspekte dieser Erkrankung.

A cat with an indolent ulcer in partial remission; erosions remain on the upper left lip and tissue loss of the upper lip is permanent.

Kernaussagen

Atopische Dermatitis bei der Katze ist eine Ausschlussdiagnose, entscheidend für eine präzise Diagnose ist ein schrittweises, systematisches Vorgehen.


Juckreizbedingtes Verhalten kann vorliegen oder nicht, das Erkennen charakteristischer Effloreszenzen kann den Tierarzt jedoch in Richtung der geeigneten diagnostischen Schritte leiten.


Juckreizlinderung mit Berücksichtigung akuter und chronischer Behandlungsphasen ist entscheidend. Ziel ist es, Glukokortikoide in der chronischen Behandlungsphase zu minimieren oder zu eliminieren. 


Kundenkommunikation ist entscheidend für den Erfolg. Tierhalter müssen wissen, dass atopische Dermatitis lebenslang behandelt werden muss und nicht heilbar ist.


Einleitung

Bei der felinen atopischen Dermatitis handelt es sich um eine entzündliche, nahezu immer pruriginöse Erkrankung mit charakteristischen klinischen Erscheinungsbildern. Bei der Katze kann sich das klinische Bild dieser Erkrankung recht deutlich von dem klinischen Erscheinungsbild des atopischen Hundes unterscheiden. Und auch über die Ätiopathogenese der felinen Atopie ist insgesamt weniger bekannt als über die Ätiopathogenese der Atopie beim Hund. Man weiß jedoch, dass es sich – wie bei Hunden – um eine Überempfindlichkeitsreaktion gegen bestimmte Umweltallergene wie Pollen, Hausstaubmilben und Schimmel handelt. Im Unterschied zur atopischen Dermatitis bei Menschen und Hunden ist jedoch unklar, ob IgE bei der Katze eine wesentliche Rolle in der Pathogenese der Erkrankung spielt. Aus diesem Grund sprechen sich jüngste Veröffentlichungen für die Verwendung des Begriffes „Feline Non-Flea, Non-Food Hypersensitivity Dermatitis“ aus 1. Die zur Beschreibung allergisch bedingter Hauterkrankungen bei Katzen verwendete Terminologie entwickelt sich ständig weiter, und eine allgemein anerkannte Nomenklatur gibt es bislang nicht. Häufig verwendete historische Bezeichnungen für diese Erkrankung sind „feline Atopie“, „felines Atopiesyndrom“, „feline Atopic-like Dermatitis“ und „feline atopische Dermatitis“. Aus Gründen der Vereinheitlichung werden wir im vorliegenden Artikel generell die Bezeichnung „feline atopische Dermatitis“ verwenden, nicht zuletzt, weil dieser Begriff den meisten Lesern vertraut sein dürfte, und weil es sich bei dieser Erkrankung letztlich um das klinische Pendant zur atopischen Dermatitis des Hundes handelt.

 

 

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